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China verhagelt Geschäft: Mercedes legt schwache Zahlen und Ausblicke vor

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Mercedes Logo; Quelle: Jesper Brouwers/unsplash

Für Mercedes läuft es nicht gut: Der deutsche Autobauer legte heute aktuelle Zahlen vor, die nicht erfreulich ausfielen. Die Aktie gab im Nachgang deutlich nach.

Mercedes-Benz gerät zunehmend unter Druck. Der Absatz auf dem wichtigen Markt China schwächelt, die Nachfrage nach Elektroautos bleibt hinter den Erwartungen zurück, und gleich zweimal musste der Konzern seine Prognosen senken. Am Ende fällt das Ergebnis um ein Drittel, die Dividende wird gekürzt – eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht.

China bleibt weiter Sorgenkind, Europa auch

Rückgänge in China und Europa haben dem Stuttgarter Autobauer einen deutlichen Gewinneinbruch beschert. Das Betriebsergebnis sank im Jahresvergleich um knapp ein Drittel auf 13,6 Milliarden Euro, während der Umsatz um 4,5 Prozent auf 145,6 Milliarden Euro zurückging. Der Absatz verringerte sich um vier Prozent.

Besonders problematisch ist der chinesische Markt, auf den bislang rund ein Drittel des Gesamtumsatzes entfiel. Die Auslieferungen sanken dort um sieben Prozent, da lokale Konkurrenten wie BYD immer stärker werden. Gleichzeitig schwächelt das Geschäft mit Elektroautos, insbesondere in Deutschland: Der weltweite Absatz ging in diesem Segment um fast ein Viertel zurück. Auch das Luxussegment, das Mercedes in den vergangenen Jahren priorisiert hatte, verlor an Dynamik – die Verkäufe sanken um 14 Prozent.

In der Pkw-Sparte fiel die bereinigte Umsatzrendite um 4,5 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent. Auch im Vans-Geschäft schrumpfte der operative Gewinn. Damit erfüllt das Unternehmen seine bereits zweimal nach unten korrigierten Prognosen. Vorstandschef Ola Källenius sprach dennoch von einem „soliden Ergebnis in einem herausfordernden Marktumfeld“ und setzt auf Einsparungen sowie neue Modelle, um das Ruder herumzureißen.

Doch auch für 2024 erwartet Mercedes keine schnelle Trendwende: Umsatz und Absatz sollen erneut leicht unter dem Vorjahresniveau liegen, das Konzernergebnis könnte um mehr als 15 Prozent fallen. Für 2025 rechnet der Hersteller in der Pkw-Sparte mit einer Marge von sechs bis acht Prozent.

Sparen, sparen, sparen

Das neue Sparprogramm „Next Level Performance“ soll die Rendite mittelfristig wieder über zehn Prozent heben. Damit verabschiedet sich Mercedes von früheren Zielen, nach denen in guten Marktphasen Margen von bis zu 14 Prozent möglich sein sollten – ein Wert, der bisher nur während der Corona-Pandemie aufgrund der Angebotsverknappung erreicht wurde.

„Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, machen wir das Unternehmen schlanker, schneller und effizienter“, erklärte Källenius. Bis 2027 sollen die Produktionskosten um zehn Prozent gesenkt werden.

Auch 2025 dürfte herausfordernd bleiben. Neben der anhaltenden Marktschwäche und möglichen US-Importzöllen bringt Mercedes nur wenige neue Modelle auf den Markt. Hoffnungsträger ist der neue CLA, ein kompaktes Elektroauto mit großer Reichweite und innovativer Lade- sowie Digitaltechnik. Doch der Hochlauf der E-Mobilität verlief zuletzt schleppend – unter anderem, weil das Luxusmodell EQS hinter den Erwartungen zurückblieb.

Trotz sinkender Gewinne plant der Konzern weiter hohe Investitionen, auch in neue Verbrenner. Unter dem Strich blieb 2023 ein Nettogewinn von 10,4 Milliarden Euro – ein Rückgang um 28 Prozent. Als Reaktion darauf wird die Dividende um einen Euro auf 4,30 Euro gesenkt. Gleichzeitig kündigt Mercedes ein weiteres Aktienrückkaufprogramm im Umfang von fünf Milliarden Euro an.

Die Aktie reagierte verschnupft auf die Zahlen, das Papier fiel um gut 2% zurück.


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