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Bundeskartellamt: Die Deutschen tanken meistens teuer

Das Bundeskartellamt sieht in seiner aktuellen Untersuchung zu Kraftstoffmarkt, Raffinerien und Großhandel erhebliche Probleme für Verbraucher. Besonders die stark schwankenden Spritpreise erschweren es Autofahrern, günstig zu tanken. Während vor zehn Jahren im Tagesverlauf an Tankstellen durchschnittlich vier bis fünf Preisänderungen stattfanden, sind es mittlerweile 18. Diese Entwicklung macht den Markt intransparenter und erschwert den Preisvergleich, so Kartellamts-Präsident Andreas Mundt. Die Untersuchung zeigt, dass im Jahr 2023 nur noch 43 Prozent der Autofahrer einen Preis im unteren Viertel der Preisspanne erhielten, während es 2015 noch fast 60 Prozent waren. Das Kartellamt räumt jedoch ein, dass die aktuellen Zahlen auf einer kleineren Stichprobe basieren.
Preise ändern sich zu schnell
Zusätzlich verzeichnet die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe regelmäßig Beschwerden von Verbrauchern, die über sich rapide ändernde Preise klagen. Es gebe Fälle, in denen Autofahrer die Preise vor der Abfahrt zur Tankstelle per App überprüften, dort jedoch bereits höhere Preise vorfanden.
Das Kartellamt hat in diesem Zusammenhang internationale Regelungen untersucht. In Österreich und Teilen Australiens gibt es Maßnahmen, die die Anzahl der täglichen Preisänderungen begrenzen. Eine Empfehlung, solche Systeme auch in Deutschland einzuführen, gibt die Behörde allerdings nicht. Es fehle an belastbaren Studien, ob derartige Maßnahmen tatsächlich Vorteile für Verbraucher bringen würden.
Der ADAC unterstützt weitere Untersuchungen in diesem Bereich. Zu viele Preisänderungen könnten Autofahrer verwirren, meint ADAC-Experte Christian Laberer. Gleichzeitig warnt er davor, dass mögliche Eingriffe keine Nachteile für die Verbraucher bringen dürften.
Tanken wir zu teuer? So wurde geprüft
Die eigentliche Untersuchung des Kartellamts konzentrierte sich auf Raffinerien und den Großhandel. Dabei fanden die Wettbewerbshüter Anzeichen für eine erhebliche Marktstörung. Es wird nun geprüft, ob ein offizielles Verfahren eingeleitet wird.
Laut ADAC besteht dringender Handlungsbedarf. Die Marktmacht im Mineralölmarkt sei zu stark auf wenige große Akteure konzentriert, insbesondere entlang der Wertschöpfungskette vom Rohöl bis zur Raffinerie. Dies könne zu Nachteilen für die Verbraucher führen.
Das Bundeskartellamt hatte seine Untersuchung gestartet, nachdem die Kraftstoffpreise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 extreme Schwankungen zeigten. Nun sollen weitere Schritte geprüft werden, um den Wettbewerb auf dem deutschen Kraftstoffmarkt zu verbessern. In unserem Ratgeber zum Tanken zeigen wir, wie sich an der Zapfsäule sparen lässt.
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