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Abwrackprämie für Verbrenner: Neue Studie zu Impulsen für die Elektrowende

Tanken
Wer in Zukunft mit E-Fuels tankt, könnte steuerliche Vorteile haben, Quelle: Unsplash

Wie bekommt man die Autofahrer weg vom Verbrenner? Eine neue Abwrackprämie könnte helfen, meint eine Studie. Wer seinen Verbrenner verschrottet, soll eine üppige Anschubförderung für ein E-Auto bekommen. Eine solche Maßnahme wäre immer noch deutlich günstiger, als auf synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels zu setzen, so die Studienautoren.

Abwrackprämie günstiger als E-Fuels

Die Diskussion um eine mögliche Abwrackprämie für Verbrenner-Fahrzeuge zugunsten von Elektroautos nimmt Fahrt auf. Laut einer neuen Studie des Umweltforschungsverbunds ICCT könnte eine solche Prämie einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten und wäre zudem kostengünstiger als die Nutzung von E-Fuels. Die Studie schlägt die Stilllegung von acht Millionen Autos vor, was bis zu 11 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente einsparen könnte. Die Produktionskosten für E-Fuels hingegen wären dreimal so hoch, während ihr Emissionsminderungspotenzial deutlich geringer ist.

6.000 Euro für den neuen Stromer

Das vorgeschlagene Abwrackprogramm sieht vor, ältere Diesel- und Benzinfahrzeuge gegen eine Prämie von bis zu 6.000 Euro abzugeben, gestaffelt nach Alter und Fahrzeugtyp. Dies würde den Umstieg auf Elektrofahrzeuge fördern und gleichzeitig zur Verbesserung der Luftqualität beitragen, da Elektroautos im Gegensatz zu E-Fuels die lokale Luftverschmutzung reduzieren. Der Bericht warnt jedoch, dass trotz dieser möglichen Maßnahmen 2030 immer noch Millionen Verbrenner auf den Straßen sein werden, was die Erreichung der Klimaziele gefährden könnte.

Besonders problematisch sei die Diskrepanz zwischen der Anzahl der verfügbaren Elektrofahrzeuge und der noch immer hohen Zahl von Verbrennern in Deutschland. Das ICCT sieht in der Einführung einer Abwrackprämie eine kosteneffiziente Maßnahme, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken und gesundheitliche Vorteile für die Bevölkerung zu maximieren. Allerdings betont ICCT-Geschäftsführer Peter Mock, dass es langfristig sinnvoller wäre, Neufahrzeuge von vornherein emissionsfrei zu gestalten, anstatt bestehende Verbrenner später teuer von den Straßen zu bekommen.

E-Fuels sind viel zu teuer

Die Studie zeigt auch, dass E-Fuels, die oft als alternative Lösung angeführt werden, teurer in der Produktion sind und weniger Emissionseinsparungen bieten. In Deutschland produzierte E-Fuels könnten 2030 etwa 910 Euro pro vermiedener Tonne CO2 kosten, während die Stilllegung von Verbrennern bei Dieselautos nur 313 Euro pro Tonne kosten würde.

Ob die Politik einer solchen Initiative folgen wird, ist mehr als unsicher. Nach dem Auslaufen der Elektroförderung ist das Interesse für E-Fahrzeuge der deutschen Verbraucher auf einem historischen Tiefststand angelangt.


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